Pressestimmen zur ersten Auflage von 2004 (Auszüge)


SPIEGEL ONLINE

 

Arabien ist in der Vorstellung des Okzidents ein Traum von 1001 Nacht - oder eine Brutstätte von Terroristen. Nun ist ein wundervolles Buch als Beitrag zur Verständigung zwischen den Kulturen erschienen - eine Reise durch die arabische Küche. In einem pünktlich zur Frankfurter Buchmesse erschienenen Buch, das ein Mittelding zwischen wertvollem Bildband, launigem Lesebuch und Rezeptsammlung ist, werfen Florian Harms und der Fotograf Lutz Jäkel einen anderen Blick auf Arabien.

Es lehrt viel mehr über diese Welt, als es jede politische Abhandlung könnte. Die beiden betätigen sich in ihrem Werk als Brückenbauer zwischen dem Orient und Okzident. Von großem Vorteil ist, dass Harms eigentlich Autor politischer Texte ist. Nie verkneift sich der Autor Seitenhiebe auf die oft prekäre politische Situation in den meist despotisch geführten Ländern. Das Buch eröffnet einen verständnisvollen, ja oft sogar liebevollen Blick auf die Herzlichkeit und Gutmütigkeit der Menschen. Unterlegt sind die Texte mit phantastischen Bildern, die beim Betrachter umgehend Sehnsüchte nach großen Reisen wecken.


WELT am Sonntag

 

Neuigkeiten aus Nahost sind dieser Tage oft keine guten - Terror, Bürgerkrieg, Gewalt beherrschen die Nachrichten. Und machen, was Wunder, wenig Lust auf Reisen in den Orient. Da kommt der Prachtband "Kulinarisches Arabien" wie gerufen. Der räumt auf mit der einseitigen Wahrnehmung der arabischen Welt. Ein Buch, das mit Liebe erzählt ist und mit Hingabe fotografiert - es gibt einen besseren Einblick in den arabischen Alltag als jede Nachrichtensendung. Vor allem macht es Lust auf Arabien, womöglich sogar als Reiseziel.


DIE ZEIT

Ob wir es wollen oder nicht: Der Orient hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Dass von dort nicht nur bärtige Fundamentalisten und Bombenbastler kommen, daran erinnert ein großes, prachtvoll ausgestattetes Buch von Florian Harms und Lutz Jäkel über das, was wir die orientalische Küche nennen.

Es ist nicht das Erste, das versucht, uns die Küche des Orients nahe zu bringen. Aber es ist das Erste auf meinem Bücherberg, welches uns nicht weismachen will, dass all diese Hirsehaufen den Zauber von 1001 Nacht in sich verbergen, den es durch fleißiges Vermischen mit scharfen Saucen und Hühnerfleisch zu entdecken gilt. Das Buch "Kulinarisches Arabien" zeigt den betörenden Hintergrund der orientalischen Küche in so vielen verführerischen Bildern, wie es ein Reiseprospekt nicht wirkungsvoller fertig brächte. Tatsächlich lassen allein die abgebildeten Gerichte im Leser den Wunsch wach werden, sie an Ort und Stelle zu probieren.

Unterstützt wird die Verführung durch die geradezu enzyklopädische Beschreibung des kulinarischen Lebens in Arabien seit Jahrhunderten. Die(ses) wird so farbig und ausführlich beschrieben, dass sich das Buch so spannend liest wie sonst nur eine gute Reisebeschreibung.

Empfehlenswert für alle, deren Neugier noch aktiviert ist: ein gut geschriebenes und hervorragend illustriertes Kochbuch.


Jürgen Dollase in der FAZ

"Kulinarisches Arabien" ist der Titel eines prächtig bebilderten Bandes. In einer entspannten Art wird hier unmittelbar, und ohne sich in realitätsfernem, abstrakt-ästhetischen Niemandsland zu bewegen, eine Verknüpfung mit der gut beobachteten Alltagskultur hergestellt. Das reicht über die Breite des kulinarischen Lebens, von abgelegenen Dörfern bis in die internationalen Luxushotels von Dubai, und spart auch eine landestypisch variierte McDonald's-Kopie in Ägypten nicht aus.

Die Informationen verraten langjährige Beschäftigung mit dem Thema. Der Blick ähnelt in seiner Präzision dem von Ethnologen. Immer wieder gibt es atmosphärisch dichte Bilder. Die Rezepte sind den jeweiligen kulinarischen Länderbeschreibungen angefügt und verraten die kochpraktischen Erfahrungen der beiden Autoren.


Stuttgarter Zeitung

 

Florian Harms und Lutz Jäkel sind durch Gebirge und Küstenlandschaften zwischen Marokko und dem Libanon gereist, haben Küchen und Werkstätten besucht, Köche und Köchinnen befragt, auf Märkten und Souks gestöbert, haben Rezepte gesammelt und viele, viele Fotos gemacht. Herausgekommen ist ein in mancherlei Hinsicht appetitliches, anregendes, nicht zuletzt lehrreiches und vor allem schönes Buch. "Kulinarisches Arabien" als Kochbuch zu bezeichnen wäre untertrieben. Es ist Fotoband, Reise- und Restaurantführer, kulturgeschichtlicher Überblick, nicht zuletzt eine große Liebeserklärung.


Tagesspiegel

 

Ein üppig ausgestattetes Buch, das auch ein Kochbuch ist. Der Schwerpunkt liegt aber auf der Durchleuchtung des kulturellen Hintergrunds, die den Autoren tiefgründig und angenehm lesbar gelingt. Beide sind Islamwissenschaftler und bringen so ideale Voraussetzungen mit, ein Standardwerk zu schaffen: Da ist es.


Neue Zürcher Zeitung am Sonntag

 

1001 Genuss verspricht der opulente Koch- und Bildband Kulinarisches Arabien. Das Ergebnis ist mehr als ein schön bebildertes Kochbuch. Erzählt werden nämlich auch die Geschichten von Gastfreundschaft, Tradition und von berühmten Gastgebern. Spitzenköche bereiteten für die Autoren exklusive Rezepte zu. Aber auch den Hausfrauen wurde über die Schulter geschaut.


Süddeutsche Zeitung

 

"Deine Seele ist süß im Essen", heißt ein arabisches Sprichwort. Es dient Florian Harms und Lutz Jäkel als Motto für ihren wunderschönen Band "Kulinarisches Arabien".


3sat

 

Abseits von Idealisierung des Orients einerseits und der Wahrnehmung der arabischen Welt als Bedrohung andererseits gehen die Autoren einen eigenen publizistischen Weg und zeigen anhand der arabischen Küche die Geschichte und den Alltag der Menschen vor Ort. Die Verschiedenartigkeit dieser Länder eröffnet den Lesern einen neuen Blickwinkel auf die Region und vermittelt ihnen den Reichtum der arabischen Küche.

website von florian harms & lutz jäkel